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Warum braucht mein Hund Training oder eine Hundeschule?

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Wir Menschen haben die Kontrolle über unseren Planeten übernommen und viele Tiere in unsere zivilisierte Umgebung geholt. Viele Wissenschaftler gehen davon aus, dass sich Wolf und Mensch vor ungefähr 15.000 bis 20.000 Jahren anfreundeten und sich so der Hund entwickelte. Dieser hat keine Wahl mehr. Er lebt bei uns, für gewöhnlich hinter Mauern, in einer Umgebung voller Gefahren, die er nicht versteht, etwa den Straßenverkehr, die Elektrizität und giftige Chemikalien und nicht zu vergessen die räumliche Eingeschränktheit. Wie können wir erwarten, dass er diese Tücken ohne unsere Führung bewältigen kann? Wir müssen ihm – zu seinem eigenen Wohl und seiner Sicherheit – Führung geben. Das sind wir ihm schuldig!

Dennoch ist unser heutiger Haushund ein äußerst anpassungsfähiges, flexibles Tier mit sehr komplexen Verhaltensweisen. Sicher, es gibt ein bestimmtes Grundgerüst, das jedem Hund zu eigen ist. Jeder Hund ist ein soziales Lebewesen, pflegt also mehr oder weniger gerne soziale Kontakte, hat einen unterschiedlich ausgeprägten Hetz- oder Jagdtrieb und pflanzt sich auf die gleiche Art und Weise fort. Aber wie beim Menschen gibt es auch beim Hund verschiedene Persönlichkeiten, auf die man individuell eingehen muss. Auch von Rasse zu Rasse, von Geschlecht zu Geschlecht und von Alter zu Alter unterscheiden sich Hunde oft erheblich in ihren Eigenschaften und Bedürfnissen. Dieser Tatsache muss bei einem Training Rechnung getragen werden.

Tägliche Realität

  • Kostet Sie Ihr Hund die letzten Nerven?
  • Stehen Sie im Mittelpunkt, wenn Ihr Hund beim Gassi-Gehen anderen Artgleichen begegnet?
  • Ist Ihnen das Verhalten Ihres Hundes schon peinlich?
  • Waren Sie mit Ihrem aggressiven Hund schon in der Hundeschule?
  • Haben Sie schon viele Trainings-Empfehlungen aus Internet-Foren oder diversen Fernsehsendungen ausprobiert?
  • War schon ein vermeintlicher Hundetrainer bei Ihnen zu Hause?
  • Haben Sie schon viel Zeit und Geld für Ihren Hund investiert?
  • Und das alles ohne Erfolg?

Sicherlich haben Sie einige dieser Fragen mit „Ja“ beantwortet. Geben Sie aber deswegen nicht auf und Ihrem Hund noch eine Chance!

Die Aufgabe des Hundetrainers

  • Das Verhalten von Mensch und Hund situativ beobachten (wann reagiert Ihr Hund, wie reagiert Ihr Hund und warum reagiert Ihr Hund?)
  • Die Bedürfnisse von Hund und Halter berücksichtigen
  • Eine entsprechende Kombination von Verhaltensweisen erarbeiten
  • Verhaltensweisen dem Hundehalter vermitteln und diese mit ihm trainieren
  • Kein Einsatz von Hilfsmitteln wie Sprühflasche, Rappeldose, Rappelflasche, Kettenglieder als Wurfgeschoss, Halti, Stachel-, Würge-, Sprüh- oder Elektrohalsband
  • Kein Einsatz körperlicher Gewalt, die Ihren Hund nötigt, etwas zu tun, wie Schnauzengriff, Unterwerfungsgesten, Nackenschütteln, Schläge oder Leinenruck, denn ein Wassertropfen spaltet den Fels auch nicht durch rohe Gewalt, sondern durch Geduld
  • Keine sonstigen Strafen wie Ignorieren, Anschreien, Ein- oder Aussperren

Ziele des Hundetrainers

  • Ein artgerechter Umgang mit dem Hund
  • Ein stressfreies Zusammenleben in einem „Familien-Rudel“.
  • Einzeltraining

Einzeltraining oder Gruppentraining?

Wenn bei der Aufzucht oder der weiteren Entwicklung Ihres Hundes einiges nicht optimal gelaufen ist, unabhängig von den Gründen, und sich unerwünschtes Fehlverhalten eingestellt hat, sollten Sie sich für ein Einzeltraining entscheiden. Nur hier habe ich als Trainer die Möglichkeit, mich beim Umgang mit Ihrem Hund auf seine jeweiligen Bedürfnisse einzustellen. Der Schwerpunkt liegt darin, Ihren Hund richtig einzuschätzen, sowie sein Verhalten und seine Kommunikation zu verstehen. Ich helfe Ihnen dabei, mit Ihrem Vierbeiner ein starkes Team zu werden und zeige Ihnen einen individuellen Weg zu einem harmonischen Miteinander.

Zu Beginn eines Trainings werde ich mit Hilfe eines Fragebogens wichtige Informationen sammeln, die für die weitere Vorgehensweise des Trainings wichtig sind. Anschließend analysiere ich das unerwünschte Verhalten Ihres Hundes in den alltäglichen Situationen, die Sie mir geschildert haben und die Sie stören. Bei dem folgenden Training geht es nicht darum, Ihren Liebling zu erziehen, sondern ich möchte Sie anleiten, wie Sie mit Ihrem Hund kommunizieren, wie Sie Konflikte mit Familienangehörigen, Fremden oder anderen Hunden managen, wie Sie Ihren Hund verstehen, ihn motivieren und belohnen können.

Unerwünschtes Verhalten

Hier nur einige Beispiele von unerwünschtem Verhalten oder Situationen, die nicht nur Ihnen sondern auch Ihrem Hund Stress bereiten:

Ihr Hund …

  • ist aggressiv gegenüber Joggern, Radfahrern, Besuchern, Autos und anderen Tieren
  • zerstört das Inventar Ihrer Wohnung, hat Angst oder kläfft bei Abwesenheit
  • bellt ständig trotz Anwesenheit oder bei Abwesenheit
  • hat Angst vor Geräuschen, anderen Hunden, bestimmten Personen, dem Autofahren
  • soll sich vorübergehend in eine Pflegefamilie integrieren
  • ist vor dem Gassi-Gehen völlig aus dem Häuschen
  • zerrt an der Leine
  • klaut Essen vom Tisch
  • bettelt ständig um Fressen
  • respektiert weder Sie noch Ihren Ehepartner
  • schnappt nach Familienmitgliedern
  • springt jeden an
  • reitet auf Alles auf (Plüschtiere, andere lebende Tiere und Menschen)
  • (Neuankömmling) soll in Ihre Familie (evtl. mit vorhandenem Hund) eingegliedert werden
  • soll ein neues Familienmitglied (Baby od. anderes Tier) respektvoll behandeln
  • ist taub oder blind
  • ist hyperaktiv
  • ist lustlos
  • gibt Beute nicht frei
  • läuft ständig weg

Erkenntnis

Wenn wir uns einen Hund anschaffen, übernehmen wir sein Leben lang die überaus wichtige Verantwortung für sein Wohlergehen. Hundebesitzer zu sein, sollte eine freudvolle und keine belastende Erfahrung sein.

autor_jost_wunner

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