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Training eines Nasentargets

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Was ist ein Nasentarget?

Beim Nasentarget soll der Hund mit der Nase an einen Gegenstand stupsen. Dieser Gegenstand kann zum Beispiel die leere Hand, ein einzelner Finger oder auch ein beliebiger anderer Gegenstand sein.

Es gibt verschiedene Varianten des Nasentargets. Eine Möglichkeit ist, dass der Hund nur kurz an den Gegenstand tippt, eine andere, dass er seine Nase für längere Zeit dort lässt, eine dritte, dass er dem Gegenstand folgt und eine vierte, dass er mit der Nase feste an den Gegenstand drückt.

Wofür ist das Nasentarget gut?

Das Nasentarget kann man für alle möglichen Dinge gut gebrauchen. Je nachdem, welche Variante man gewählt hat, kann man ganz unterschiedliche Dinge trainieren.

Das Anstupsen kann man sehr gut für das Rückruftraining nutzen, wenn man die eigene Hand als Ziel trainiert. Ängstlichen Hunden kann man mit der hingehaltenen Hand die Begrüßung von Menschen beibringen. Im Hundesport eignet es sich hervorragend, um das Vorausschicken zu üben, wenn man eine Pylone anstupsen lässt und sich immer weiter von dieser entfernt.

Die Uhu-Nase – also das längere Verharren mit der Nase am Gegenstand – kann man verwenden, um den Hund längere Zeit in einer Position zu lassen. Man könnte dann z.B. auch noch üben, dass der Hund währenddessen von einer anderen Person angefasst wird und hat so ein tolles Tierarzt-Training.

Das Folgen des Gegenstandes kann man gut für das Fuß-Training verwenden. Bei großen Hunden nimmt man die Hand, bei kleinen z.B. eine Fliegenklatsche, dann kann man selbst aufrecht bleiben – sehr praktisch! ;-)

Das feste Drücken kann man z.B. verwenden, um Tricks zu üben wie eine Klingel zu drücken oder eine Tür zuzumachen. Viele Dinge, die Assistenzhunde können müssen sind so ganz leicht zu trainieren.

Das waren nur einige wenige Möglichkeiten. Es gibt natürlich noch zahlreiche andere.

Wie trainiert man das Nasentarget?

  1. In der einen Hand hält man Leckerli bereit, die andere Hand versteckt man hinter dem Rücken. Der Hund sollte vor einem und aufmerksam sein.
  2. Dann holt man plötzlich die Hand hinter dem Rücken hervor und hält sie so, dass der Hund mühelos mit der Nase ran kommt. Weil er neugierig ist, wird er genau das machen! ;-) Wichtig ist, dass man diesen Moment nicht verpasst, denn genau dann, wenn die Nase an die Hand kommt, wird der Hund gelobt und er bekommt ein Leckerli. Also: Hand hervorholen, Nase tippt dran, genau in dem Moment „fein“ und dann ein Leckerli.
  3. Während der Hund frisst, verschwindet die Hand wieder hinter dem Rücken. Dann geht es von vorne los. Hand hervorholen, Nase tippt dran, „fein“ und Leckerli.
  4. Sobald man merkt, dass der Hund das Spiel verstanden hat und zielstrebig mit der Nase an die Hand zu stupst, kann man es etwas schwerer machen, indem man die Hand etwas weiter weg hält, sodass der Hund sich mehr anstrengen muss.
  5. Je nachdem, welche Variante des Nasentarget man trainieren möchte, kann man dann damit, das entsprechende Verhalten zu belohnen – also z.B. ein festeres Stupsen oder ein Folgen der Hand.

autor_claudia_hussmann

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