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Stop Signal

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Ein positiv aufgebautes Stop-Signal kann Ihrem Hund in Notsituationen das Leben retten. Daher ist dieses Signal sehr wichtig und sollte ab dem Welpenalter an trainiert werden. Als Stop-Signal dient der Geschirrgriff. Mit dem Geschirrgriff bauen wir nicht nur ein Stop-Signal auf, sondern wir zeigen dem Hund auch: „Es ist nicht schlimm, wenn Mami nach dir greift“ und wir erhöhen zusätzlich noch Schritt für Schritt seine Frustrationstoleranz.

Folgendermaßen gehen Sie vor: Zuerst einmal überlegen Sie sich ein Signal. Beispielsweise Stop oder Halt. Dann brauchen Sie für die Trainingseinheit Leckerlies, Markersignal (Clicker) und Ihren Hund mit Geschirr oder Halsband. Seien Sie mit einem Halsband sehr vorsichtig, benutzen Sie im Zweifelsfalle lieber ein Geschirr. Folgendermaßen sieht der Übungsaufbau aus: Sie sagen „Stop“, atmen kurz durch, greifen dann ins Geschirr Ihres Hundes und bauen kurz Druck auf, nun ertönt das Markersignal (Clicker) für Ihren Hund, Sie geben ihm ein Leckerlie und lassen anschließend wieder los. Wichtig bei dieser Übung ist, dass Sie sich über den Übungsaufbau im Klaren sind und ihn vom Ablauf beherrschen.

Die Pause zwischen dem verbalen Signal „Stop“ und dem eigentlichen Reingreifen ins Geschirr ist beabsichtigt und sollte unbedingt eingehalten werden. Denn so kann sich Ihr Hund auf das Kommende einstellen und erschreckt sich nicht. Weiterhin hilft das Signal den Hund später auch auf Distanz stoppen zu können. D.h., hat der Hund gelernt, was von ihm verlangt wird, müssen wir nicht bei jeder Ausführung ins Geschirr greifen. Das Stop-Signal sollten Sie in vielen, kleinen Übungseinheiten ca. 30 – 50 Mal am Tag üben. Entweder in gezielten Trainingseinheiten, viel besser ist noch, wenn Sie es in Ihren normalen Spaziergang mit Ihrem Vierbeiner einfließen lassen. Am Anfang sollten Sie sich langsam und von der Seite dem Geschirr Ihres Hundes nähern, später sollten Sie Ihren Hund auch schnell und plötzlich greifen um eine Gefahrensituation gezielt zu trainieren. Bauen Sie bei jedem Reingreifen Druck auf das Geschirr auf. Achten Sie darauf, dass Sie Ihren Hund nicht anheben oder gar umschmeißen! Ihr Hund soll lediglich spüren, dass er von Ihnen am Geschirr genommen wird.

Sie können nach ca. 2 Wochen intensivem Training das Signal „Stop“ im Alltag anwenden. Belohnen Sie immer ein Stehenbleiben oder Hinsetzen Ihres Hundes auf dieses Signal. Je nach Hund bieten sich verschiedene Situationen an: Andere Hunde oder Menschen, jagdliche Motivation Ihres Hundes oder das Stehenbleiben am Bürgersteig. Wiederholen Sie das Stop-Signal immer wieder ohne bestimmte Situation, damit Ihr Hund das Signal nicht mit einer bestimmten Situation verknüpft.

autor_anne_rosengruen

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Meinungen unserer Leser zum Artikel: Stop Signal

  • Wozu muß ich den Hund anfassen, um ihm ein Stop beizubringen? Mein Terrier hätte das anfangs furchtbar lästig gefunden, und damit hätte ich eine negative Verknüpfung gehabt. „Anfassen unterwegs ist doof“ – da hat er einfach Besseres zu tun :-)Ich nehme meine einfach an die Leine, und bei jedem Stehenbleiben (Ampel, Ecken, Nachbargrüßen) sage ich Stop, und belohne, wenn sie auch stehenbleiben. Fertig. Wenns gut klappt, laß ich die Leine weg, und es funktioniert genauso, weil sie gelernt haben, was STOP bedeutet. Dafür brauchts keinen „Geschirrgriff“, und der Hundeführer kann nichts falsch machen (zu stark ziehen, falsch timen etc.)

    BieBoss 8. Oktober 2015 14:37

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