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Rückruf – Warum kommt mein Hund nicht zurück?

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Oft ist es der Mensch, der Fehler beim Heranrufen des Hundes macht. Einige Punkte sollten beachtet werden, wenn man seinen Hund zu sich ruft.

Durch das Ansprechen mit dem Hundenamen kann ich die Aufmerksamkeit des Hundes überprüfen. Ein Kommando sollte immer mit dem Hundenamen begonnen werden.

Hunde hören sehr gut. Leise Töne bringen den Hund in die konzentrierte Aufmerksamkeit. Wenn ich stets sehr laut mit dem Hund spreche fühlt er sich erst ab einer bestimmten Lautstärke angesprochen. Wenn ich leise mit dem Hund spreche kann ich notfalls lauter werden.

Hohe Töne für den Rückruf

Hohe Töne bedeuten für den Hund soziale Zuwendung (du kannst dich mir nähern/ von mir geht keine Gefahr für dich aus/ ich möchte mit dir zusammen arbeiten). Daher sollten Signale immer freundlich und in eher hoher Stimmlage gegeben werden. Tiefe Töne dagegen bedeuten für den Hund soziale Ablehnung (wie z. B. das Knurren unter Hunden) und sind daher für Verbote, nicht aber für den Rückruf geeignet.

Das Lob muss auch vom Hund als Lob empfunden werden. Gerade das Streicheln kommt bei Hunden oft nicht gut an. Vor allem dann nicht, wenn man den Hund klopft oder sich beim Streicheln über ihn beugt. Achtung auch davor, dass der Hund beim Geben von Belohnungen im Vorbeugen nicht die Leine oder eine Tasche auf den Kopf bekommt. Wer seinen Hund auf diese Weise „bestraft“ hat bald einen Hund, der auf Zuruf nicht mehr kommt.

Eventuelle Krankheiten oder körperliche Beeinträchtigungen des Hundes sollten bedacht werden. Bei Arthrose, Zerrungen, Entzündungen, Läufigkeit, Kopfschmerzen oder Muskelkater wird ein Hund weniger freudig weitere Strecken zu seinem Menschen zurücklegen.

Punkte, die Ihren Hund vom zurückkommen abhalten können

  • Brennende Zigarette in der Hand
  • Leine in der Hand
  • ein strenger Gesichtsausdruck
  • eine nach vorne gebeugte Körperhaltung
  • ein anderer Hund, der meinem Hund den Weg versperrt

Häufige Trainingsfehler

  • bei Junghunden ein zu hoher Ablenkungsgrad
  • der Hund hat durch ständiges Wiederholen gelernt, dass das Signal keine Bedeutung hat
  • es wurde zu oft mit Leckerchen gelockt, statt anschließend belohnt
  • mangelnde Konsequenz und Uneindeutigkeit in der Signalgebung
  • nur der Name des Hundes wird genannt
  • nach jedem Abrufen muss der Hund an die Leine oder nach Hause.

In unserer Hamburger Hundeversität stellen wir immer wieder fest, dass Hunde sehr gerne zurückkommen, sobald sich der Mensch sich die Mühe macht, die Übung für den Hund verständlich zu machen und mit Spaß zu verbinden.

autor_tina_tschuertz

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Meinungen unserer Leser zum Artikel: Rückruf – Warum kommt mein Hund nicht zurück?

  • Ich habe einen 3monatigen Welpen. Wenn ich ihn rufe „Komm“ dann kommt er nicht.. was kann ich da am besten tun damit er kommt…??

    Byrgitt 10. März 2012 11:22
  • Man muss es für den Welpen spannend machen. Erst mit ganz kleinen Abständen beginnen, und wenn der Welpe nicht abgelenkt ist, sich hinhocken, „komm“ sagen, in einem etwas höherem Tonfall & leise, wenn man leise spricht, erhöht man eine Aufmerksamkeit, und ihn locken, mit einem Leckerchen oder einen Spielzeug, das er toll findet, dabei vielleicht auch ein bisschen zurück gehen & damit die Neugier des Welpen erwecken. In der Regel folgt der Hund einem. Wenn der Hund ohne Zuruf einfach von sich aus zu einem kommt, die Gelegenheit nutzen & „komm“ sagen & den Hund belohnen, mit Spiel, Futter, Streicheln hoher, begeisterter Stimme, darauf achten, dass man sich nicht über den Hund lehnt, das wirkt bedrohlich, Streicheln auf dem Kopf (Stirn) finden viele Hunde auch bedrohlich. Den Spieltrieb nutzen, man kann auch mal ein bisschen weglaufen & „komm“ rufen, aber das eindeutig spielerisch, nicht das der Hund denkt, man läuft weg, weil Gefahr droht, wie gesagt, meist kommen Hunde automatisch wenn man sich wegbewegt, die Situation nutzen.
    Niemals in strengem Ton rufen, wieso soll der Hund kommen, wenn vom Menschen schlechtes Ausgeht? Und nicht zu oft üben, ein Hund kann sich nur wenige Minuten konzentrieren, besonders ein Welpe, für den die Welt voller spannender Eindrücke ist.

    Kirsten Olsen 11. März 2012 12:27
  • Ich habe jetzt meinen Hund dazu gebracht dass er auf mein Rufen kommt wenn ein anderer Hund in unsere Richtung läuft.Das geht leider nur so,wenn ich mit meinem Hund allein spazieren gehe.Wenn ich zBs. mit meinem Vater ,der den Bruder meines Hundes dabei hat,im Wald bin und uns ein anderer Hund entgegen kommt ist mein Hund weg.Der hört dann auch nichtmehr auf mein Rufen.Das geht so nicht!Ein Hund muss klare Regeln kennen und IMMER zuverlässig kommen.Bis jetzt hab ich das immer so gemacht das ich in ziemlich kurz am Halsband halte wenn er abgehauen ist.Seit ich das mache kommt er ja auch zuverlässig wenn wir allein unterwegs sind.Wenn mich aber auch eine Person begleitet(aus meiner Familie)krieg ich richtig Ärger wenn ich die Konsequenzen durchziehe…. Kann mir bitte jemand helfen und mir sagen wie ich es schaffe das mein Hund in allen Situationen kommt und was ich sonst bei nichtbefolgen des Kommandos tun kann?

    Arizonaa 1. Juni 2013 21:19
  • ich habe einen Jack Russel und sobald etwas spannender ist als ich… und tschüss. Da bekomme ich Sie nicht zurück gerufen. Und dann soll man ja, wenn Madame so gnädig ist und kommt auch noch freudestrahlend belohnen… ich habe immer das Gefühl, dass Sie es falsch versteht und meint ich Belohne das Weglaufen….

    Son ja 14. Februar 2014 12:14
  • Hallo…
    Unser Spike ist ein ca 2,5 jähriger , spanischer Straßenhund… wir haben ihn jetzt etwas über ein jahr… er hört grundsätzlich auf seinen Namen, dreht sich auch um , aber rennt dann trotzdem gern weg… Ich war in der hundeschule, dort wurde mir das “ vertreiben “ nahe gelegt , aber ich denke damit habe ich das Vertrauen zu mir zerstört, weil er das in der zeit auf gomera sicherlich mehr als einmal erlebt hat und er deswegen keine angst hat sein rudel zu verlieren, sondern einfach geht… mit dem schellen Training klappt es auch nur bedingt… leckerlie nimmt er unterwegs nicht… und ich möchte ihm so gern das Rennen ohne leine gönnen… habt ihr vielleicht einen Rat ?

    Bibo 19. November 2015 20:00

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