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Radfahren mit dem Hund

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Mit den ersten Sonnenstrahlen verspüren neben den Hunden auch viele Menschen den Drang nach mehr Aktivität und Bewegung. Gemeinsame  Ausflüge am Rad sind dabei nicht nur umweltfreundlich und gesundheitsfördernd, sie machen auch viel Spaß und Freude. Allerdings sind einige Überlegungen im vorhinein notwendig, damit dieses Vergnügen auch lange Zeit auf Beidseitigkeit beruht.

Mein Hund – ein Radbegleithund?

Hunde, die noch jünger als 12 Monate sind und / oder noch nicht ausgewachsen sind sowie ältere Hunde mit verschiedenen Einschränkungen oder Beschwerden im Bewegungsaparrat (oder auch anderen gesundheitlichen Erkrankungen) sollten generell nicht am Rad laufen.

Bitte lassen Sie sich im Zweifelsfall von Ihrem Tierarzt beraten und riskieren Sie keine  Gesundheitsschäden, die im schlimmsten Fall  irreparabel sein können.

Außerdem sollte ihr Hund über einen gewissen Grundgehorsam / Ausbildungsstand verfügen und generell kontrollierbar sein.  Wenn ihr Hund z.B. ein „Leinen- Rambo“ ist, müssen Sie damit rechnen, dass er das selbe Verhalten auch am Fahrrad zeigt und Sie im schlimmsten fall zu Boden zieht.

Muss ich etwas vorbereiten?

Bitte gewöhnen Sie ihren Hund betont langsam an das Fahrrad. Zeigen Sie ihm die typischen Geräusche und Bewegungen, die  von einem Fahrrad ausgehen können. Gehen Sie ruhig mit ihrem Hund um und geben Sie ihm hin und wieder am Fahrrad ein Leckerchen oder lassen Sie es ihm selbst z.B. von den Pedalen holen.

Auch die veränderte – weil gebückte – Körperhaltung wirkt auf manche Hunde erst einmal verunsichernd. Unternehmen Sie zunächst ein paar kleine Spaziergänge, bei denen Sie das Fahrrad schieben und dann nur ganz langsam kurze Strecken fahren – am besten erstmal an ruhigen und abgelegenen Ecken. Dabei darf es gerne viele Goodies geben. Ihr Hund freut sich :-)

Kondition muss man auf- und abtrainieren!!

Bitte vergessen Sie nicht, dass ihr Hund den „härteren Job“ hat. Sie sitzen bequem im Sattel und können locker in die Pedale treten – während ihr Hund die selbe Strecke flotten Fußes hinter sich bringen muss – oft auch noch im warmen „Pelzmantel“ eingekleidet.

Starten Sie mit kleinen Touren, die Sie langsam aber kontinuierlich steigern und verfahren Sie genau andersherum, wenn es auf den Winter zu geht (und Sie dann eine sportliche Pause planen). Die Fahrradausflüge sollten auf keinen Fall abrupt beendet werden.

Geschwindigkeit und Pausen werden vom Hund bestimmt

Während bestimmte Hunderassen, wie z.B. Herdenschutzhunde ein gemächliches Tempo bevorzugen, mögen Jagdhunde häufig längere Sprints und Hütehunde lieben es generell zügig. Aber Hunde sind sehr individuell und das spiegelt sich auch in der sportlichen Motivation. Daher ist es erforderlich, dass Sie Ihren Hund gut beobachten:  Ist er beim Spaziergang eher ein „Bummler“ oder ist er ein „Spring ins Feld“, der häufig einen kleinen Sprint einlegt und generell sehr zügig unterwegs ist?

Aber egal, welchen Hundetyp ihr Hund vertritt, regelmäßige Pausen mit Wasser und Schatten dürfen nicht fehlen. Ebenso sollten Sie lange Wege auf Asphalt vermeiden um die Pfoten Ihres Hundes zu schonen.

Die richtige Ausrüstung

Am Besten führen Sie ihren Hund am Rad stets an einem gut sitzenden Brustgeschirr. Absolute Tabus Am Rad sind Haltis und Würgehalsbänder, da sie massive Schädigungen der Wirbelsäule hervorrufen können.

Für die Verbindung zwischen Hund und Rad gibt es im Fachhandel verschiedene stabile Fahrradvorrichtungen. Alternativ können Sie ihren Hund auch an einer kurzen Leine führen (bei schweren Hunden ist zusätzlich ein Ruckdämpfer empfehlenswert). Bitte wickeln Sie niemals die Leine um den Lenker, denn ihr Hund könnte sie durch einen plötzlichen Ausreißer (z.B. wenn er seinen Lieblingskumpel sieht :-)) vom Fahrrad holen.

Ein paar begehrte Goodies, um richtiges Verhalten zu belohnen, sind nie verkehrt, aber bitte halten Sie sich mit der Fütterung vor einem Ausflug zurück!

Viel Spaß beim Gemeinsamen Fahrradfahren wünscht…

autor_katrin_sonderschefer

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