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Personensuche für Familienhunde

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Bei der Personensuche lernt der Hund eine Menschenspur, mit Hilfe eines Gegenstandes (T-Shirt, Taschentuch), der eindeutig mit dem Geruch der zu suchenden Person behaftet ist, zu verfolgen. Der Hund muss unterschiedliche menschliche Gerüche voneinander unterscheiden und sich trotz Verleitungen ausschließlich an den Geruchsmerkmalen der gesuchten Person orientieren.

Der Hund trägt ein stabiles, für ihn angenehmes und entsprechend angepasstes Brustgeschirr. Für das Training im Wald und Feld wird eine 10-m-Leine und in der Stadt eine 5-m-Leine bevorzugt. Abhängig vom Leinenmaterial ist das Tragen von Handschuhen angebracht.

Der Geruchsartikel wird vom Hundeführer in eine Gefriertüte verpackt und verschlossen. Es ist darauf zu achten, dass kein anderer diesen Geruchsartikel anfasst.

Im Basistrail werden die Grundlagen geschaffen: Die Tüte mit dem Gegenstand liegt mit der offenen Seite nach oben einige Meter vom Hund weg. Der Hund wird von der zu suchenden Person, von der der Gegenstand stammt mit Futter/Spieli gereizt. Dabei ruft sie den Namen des Hundes. Das Weglaufen wird durch freundliche lockende Laute unterstützt. Die Person läuft eine Gerade und versteckt sich seitlich am Ende der Strecke oder hinter einem Baum/Strauch o.ä. Der Hundeführer bringt seinen Hund zum Gegenstand. Sowie er diesen beschnüffelt bekommt der Hund das Hörsignal „search“, darf loslegen und der Person nachgehen. Angekommen wird er überschwänglich gelobt und belohnt. Anschließend könnte man jetzt mit dem motivierten Hund noch weiterer (1-2) solcher Grundtrails erarbeiten, damit es sich im Gehirn vernetzt. Das Abstreifen des Arbeitsgeschirrs und die Wiederaufnahme der normalen Führhilfe bedeutet das Ende der Personensuche. Damit der Hund verarbeiten und somit weiter lernen kann sollte er nachfolgend ruhen dürfen.

Durch immer wieder neu eingefügte Situationen und deren effektiven Ergebnis lernt der Hund konzentrierter und motivierter mit zu suchen. Den Grundtrail mit neuen Konstellationen verbinden und durchführen, helfen dem Hund seine Aufgabe zu verknüpfen. Nun können Sie das bereits Gelernte auch in anderen Gegenden verwirklichen.

autor_tanja_zemelka

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