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Lernen und Generalisieren II (Hitze) – Bertiegeschichte

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Hallo liebe Sonnenanbeter,

ich werde ja nie verstehen, was Ihr Menschen daran so toll findet, euch wie ein paniertes Schnitzel in die Sonne zu legen und sich dabei von allen Seiten gut durchbraten zu lassen. Nee!

Ich für meinen Teil bin froh, wenn ich mir bei dieser Hitze ein schattiges Plätzchen suchen und Meinen einen lieben Mann sein lassen kann. Man muss sich doch nun wirklich nicht auch noch dahin legen, wo es am wärmsten ist. Wie blöd muss man denn da sein?

bertieJetzt werdet Ihr vielleicht denken, “… musst Du ja auch nicht, Bertie! Du kannst Dich doch hinlegen wo Du willst.” Ja, da habt Ihr Recht. Und das tue ich auch, da könnt Ihr euch drauf verlassen. Aber viele meiner Kumpels, die können das nicht. Vor allem dann nicht, wenn sie in einem Auto eingesperrt sind. Da stellen sich doch gleich meine Nackenhaare hoch, wenn ich nur dran denke. Neulich auf dieser Messe in dem Ort, den ich nicht sagen darf, weil Meiner dann wieder eine Woche nicht mit mir spricht – wegen Fußball, Ihr wisst schon. Also jedenfalls neulich in der Westfalenhalle, da tönte es wieder unentwegt aus dem Lautsprecher: “Der Fahrer des Wagens krrt, zcksch, knack, möchte bitte unbedingt zu seinem Fahrzeug kommen und seine(n) Hund(e) aus dem Fahrzeug befreien. Es steht mitten in der Sonne!”

Also, dass so jemand den IQ eines Brötchens hat, versteht Ihr  wahrscheinlich alle. Und kein Mensch – und schon gar kein Hund – kann verstehen, was solch einen Hundequäler zu so einer Dummheit bewegt. Aber auch die kleinen Parksünden, können schon böse bestraft werden. Nicht von den Männern und Frauen mit den weißen Mützen, sondern von der Natur!

Wo wir gerade bei Brötchen waren, ein kleines Beispiel, das jedem von euch bekannt vorkommen müsste: Ihr kommt gerade vom Samstagmorgenspaziergang und fahrt mit eurem Auto und eurem Hund im Kombiabteil noch schnell zum Bäcker, um Brötchen zu holen. Leider gibt es keinen Schattenparkplatz, also jedenfalls nicht direkt vorm Bäcker. Aber es dauert ja nur 5 Minuten. Ihr dreht alle vier Scheiben etwas runter und springt mal eben rein. Oh, ist ganz schön voll hier. Naja, geht ja schnell. Und dann kommt es aber ganz anders …; der Herr Oberstudienrat sucht sein Kleingeld, die kleine Erna weiß nicht in welcher Tasche sie den Zettel hat, Frau Müller-Mallersdorf kann sich nun gar nicht entscheiden welches Brot sie denn jetzt nehmen soll und dann kommt noch die Großbestellung für den Kleingartenverein. Und aus fünf Minuten werden 10, aus den 10 werden 15 und nach 20 Minuten sitzt Ihr endlich wieder in eurem kleinen Backofen, der inzwischen ganz und gar gratis auf 50° vorgeheizt wurde.

So, jetzt aber nach Hause. Scheiben zu, Klima auf volle Pulle und ab dafür. Und so was kann gut und gerne 100mal gut gehen, es kann aber auch in die Hose gehen. Euer kleiner Freund kommt zwar hechelnd aber noch frohen Mutes mit euch nach Hause und macht sich über den Wassernapf her. Dann legt er sich auf ein kühles Plätzchen, steht auf, läuft rum, hechelt wie blöd, trinkt wieder, legt sich wieder hin, steht wieder auf un irgendwann liegt er endlich auf der Seite, hechelt immer noch, irgendwann wird sein Atem flacher. Vielleicht steht er nochmal auf, aber irgendwie sieht er ein wenig besoffen aus und Ihr glaubt, es geht ihm wohl nicht gut. Tja, Hitzschlag! Wenn Ihr Glück habt, können ihm die Weißkittel  in der Klinik noch helfen. Dauert dann so 3 bis 7 Tage und kostet so um die 500 Euros. Teure Brötchen ,,,

Euer Bertie

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© Hundeschule WIR2 |  Autor: Ralf Lindner | Vervielfältigung nur zum privaten Gebrauch | Veröffentlichung in jeglicher Form nur nach schriftlicher Genehmigung | Mehr zu „Bertie“ findet Ihr auf www.bertie-der-terrier.de und www.hundeschule-wir2.de


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