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Impulskontrolle – Erregung abbauen

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Ein Hund der sich selber kontrollieren kann, ist ein freier Hund. In einer von Menschen kontrollierten Welt muss unsere Fellnase lernen, sich zu benehmen. Die Verantwortung liegt bei jedem selbst dieses seinem Hund beizubringen.

Manche Hunde werden mit einem niedrigen Erregungsniveau geboren, aber viele leben in einem aktivem Haushalt, wo sie ständig darauf programmiert werden wach und aktiv zu sein.

Eine weitere Möglichkeit, bei Hunden mit einer schlechten Impulskontrolle, liegt in der 1) Kommunikation mit seinem Menschen. Aus Hundesicht ständig ungerechtfertigtes bestrafen – Leinenruck, Anschreien, Nackenschütteln etc. – lässt seine Erregung ebenfalls steigern. Druck erzeugt immer Gegendruck…

Diese Fellnasen haben verlernt sich selbst zu kontrollieren und als Folge davon können sie einen erhöhten 2) Cortisolspiegel haben. Hunde die ständig unter Stress leben, werden körperlich und/oder geistig krank – sind oft schnell gereizt und aggressiv…

Das kennen wir auch aus unserer zweibeinigen Welt. Fast jeder von uns hat einen unbeherrschten, schnell reizbaren Menschen in seiner Umgebung.

Ich kenne zahlreiche Hunde die sich sehr schnell durch die Bewegungen des Alltags erregen lassen. Hier setzt unser Training an! Wir müssen beginnen die Erregung zu reduzieren.

Wie kannst du das anstellen? Belohne nur noch ruhiges und beherrschtes Verhalten.

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Halte zukünftig die Augen auf in welchen Situationen deine Fellnase sich aufregt und dort ist euer Anfang.

Das kann zum Beispiel das gemeinsame fertig machen zum Spaziergang sein, die Begrüßung wenn du nach Hause kommst, wenn dein Hund Artgenossen sieht, aus dem Auto steigt etc.

Wichtig:
Achte auf deine eigenen Körpersignale – bist du selber entspannt und ruhig – ist deine Atmung langsam und tief? Dein Hund spürt deine Aufregung! Setz dort an, wo dein Hund und du noch zuhören können.

Ob Zwei- oder Vierbeiner, wir brauchen alle eine gewisse Impulskontrolle. Einige von uns müssen es erst lernen, einige haben es von Anfang an.

autor_christine_franz

1) Wie kommuniziert der Hund mit uns? Es gibt gute Literatur für das Ausdrucksverhalten/Beschwichtigungssignale bei Hunden. Lerne deine Fellnase kennen und damit seine Signale zu lesen und was IHM wichtig ist. So kann er lernen was DIR wichtig ist.

2) Durch Stress wird nun der Normalzustand des Regelkreises verändert. Es wird Adrenalin ausgeschüttet. Dies geschieht durch Erregung des Sympathikus, einem Teil des vegetativen Nervensystems. Adrenalin verursacht die Steigerung der Pulsfrequenz und der Herzleistung, Erhöhung des Blutzuckerspiegels, die Erweiterung der Bronchien und Pupillen usw. Außerdem wird eine vermehrte Freisetzung des Botenstoffes ACTH verursacht, was wiederum die vermehrte Cortisolaussschüttung bewirkt. Der Körper wird in optimale Leistungsbereitschaft versetzt um zu überleben. Dieser Alarmzustand kann aber nicht lange aufrechterhalten werden. Nach der Stressphase muss es zu einer langen Erholungsphase kommen. Wenn diese nicht möglich ist, entstehen Anpassungskrankheiten, deren Hauptverursacher Cortisol ist. Nach ca. 20 min ist der Cortisolspiegel im Blut auf die Hälfte gesunken. Durch anhaltenden Stress sinkt der Cortisolspiegel aber 4mal langsamer. Dieser Effekt verstärkt sich mit der Dauer des Stresses weiter!

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