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Hunde und Kinder – Was ist zu beachten?!

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Kind und Hund gehören immer unter Aufsicht eines Erwachsenen und sollten nie alleine bleiben.

Kinder und Hunde haben eins gemeinsam, sie sind kleine Egoisten.

Das ist das, was unsere Kinder einzigartig und liebenswert macht. Nur leider ist genau das auch die Ursache, warum Kinder so oft gebissen werden.

Ein kleines Beispiel:

Der Ball des Kindes liegt im Wohnzimmer. Das Kind will mit seinem Ball spielen. Der Hund denkt vielleicht auch, dass es sein Ball wäre und möchte auch damit spielen. Schon haben wir eine prekäre Situation. Ist ein Erwachsener da, der den Hund unter Kommando setzt, passiert nichts. Das heißt nicht, dass der Hund ständig unter Kommando sein soll, wenn Kinder in der Nähe sind. Denn das verknüpft der Hund sonst nur mit „Arbeit und Stress“. Nach dem Motto: die Kinder sind wieder da und ich muss hören.

Für den Hund soll eine positive Situation aufgebaut werden. Für ihn soll es mehr Sinn machen, auf seinem Platz zu liegen, als hinter den Kindern bzw. deren Spielzeug her zu rennen. Das macht wiederum für den Hund dann Sinn, wenn er fürs „nichts tun“ belohnt wird, z.B. mit einem Stück Futter. Natürlich braucht man nicht ständig Futter hinzuschmeißen. Wenn er sich von den Kindern abwendet und Sie z.B. kurz anschaut, bestätigen Sie das gleich mit einem Stück Futter. Legt er sich dann hin und schläft, lassen Sie ihn natürlich in Ruhe.

Sollte es der Ball des Hundes sein, so habe ich als Erwachsener die Pflicht, das dem Kind begreiflich zu machen. Eltern müssen/sollten Kindern Respekt im Umgang mit dem Hund und natürlich auch anderen Lebewesen lehren.

Im Folgenden finden Sie einige Verhaltensregeln für die Kinder und auch den Eltern im Umgang mit dem Hund:

Regeln für Kinder

  • Den Hund nicht ärgern
  • Dem Hund keine Gegenstände weg nehmen
  • Dem Hund nicht am Schwanz ziehen
  • Am Futternapf haben Kinder nicht zu suchen
  • Dem Hund kein Futter wegnehmen
  • Dem Hund nicht beim Fressen stören
  • Nicht hinter dem Hund herlaufen
  • Nicht vor dem Hund weglaufen
  • Kein Essen vom Tisch geben
  • Keine Süßigkeiten, Eis etc. geben
  • Wenn der Hund angelaufen kommt, Arme runter
  • Den schlafenden Hund nicht wecken und/oder ärgern
  • Den Hund nicht hochheben
  • Den Hund nicht hauen oder treten
  • Nur in Gegenwart der Eltern mit dem Hund spielen
  • Den Hund nicht dauernd rufen
  • Den Hund nicht ankreischen oder anschreien
  • Kinder gehen nie mit dem Hund alleine spazieren
  • Den Hund nicht kneifen
  • Dem Hund nie alleine Leckerchen geben
  • Den Hund nicht mit ins Bett nehmen

Natürlich gibt es auch Regeln für Eltern

  • Die Regeln für Kinder müssen unbedingt eingehalten werden
  • Ein gegebenes Kommando muss ausgeführt werden
  • Fürs Futter muss der Hund etwas tun
  • Wenn der gesunde Hund sein Futter nicht zügig frisst, wird es ihm weg genommen und zur nächsten Fütterung wieder angeboten
  • Kinder nie alleine mit dem Hund lassen
  • Übungen werden täglich mehrmals kurz wieder holt
  • Dem Hund einen festen Schlafplatz zuweisen
  • Es wird konsequent leise und fair gearbeitet
  • Es werden gemeinsame Kommandos überlegt, damit nicht jeder für ein und das selbe Kommando, verschiedene Wörter benutzt
  • Eltern stellen Regeln für Kommandos und Handzeichen auf , die einheitlich eingehalten werden
  • Der Hund wird nicht ausgeschimpft, wenn er etwas falsch macht
  • Der Hund bekommt Spielzeug nicht zur freien Verfügung
  • Die Eltern beginnen und beenden ein Spiel
  • Die Eltern lassen sich nicht durch bettelnde Knopfaugen um die Pfote wickeln
  • Die Eltern entscheiden, wann die Kinder mit dem Hund spielen dürfen
  • Die Eltern sorgen dafür, dass dem Hund nichts passiert
  • Der Hund wird nicht körperlich bestraft
  • Der Hund wird nirgendwo unbeaufsichtigt angebunden

Ein Hund ist ein Raubtier und wird in seinen Augen immer richtig handeln. Auch wenn das für uns Menschen nicht immer richtig ist. Wenn wir unseren Kindern beibringen, wie sie sich zu verhalten haben, wird das Zusammenleben mit einem Hund so, wie man es sich wünscht.

Natürlich sollte nicht nur das Kind, sondern auch der Hund erzogen werden. Allerdings NIE in Verbindung mit Strafe, ansonsten verbindet der Hund das Kind mit Strafe und Schmerzen. Dann beginnt ein schlimmer Kreislauf. Alles was der Hund richtig im Umgang mit dem Kind macht, sollte durch Lob/Leckerchen/Futter positiv verstärkt werden und unerwünschtes Verhalten positiv korrigiert werden.

Ein kleines Beispiel:

Das Kind hat ein Eis in der Hand und der Hund spring das Kind an, um an das Eis zu kommen. Das Kind sollte in solchen Situationen nicht ums Eis kämpfen. sondern es fallen lassen. Ein Eis kann man ersetzten. Wenn in so einer Situation der Hund angeschrieen oder bestraft wird, sieht der Hund nur den Zusammenhang mit dem Kind und nicht dem Hochspringen und dem Eis mopsen.

Positives korrigieren heißt z.B.: Der Hund bekommt das Kommando „Platz“ und bekommt dafür ein Stück Futter, seine Belohnung. Das Kind kann in Ruhe sein Eis essen und der Hund bekommt für sein richtiges Verhalten ein Leckerchen. Der Hund lernt, dass er für ruhiges Liegen auch noch eine Belohnung bekommt. Warum also sollte er aufstehen und das Eis mopsen.

Der Hund ist recht einfach gestrickt und macht immer das, was sich für ihn lohnt. Eigentlich genau wie der Mensch. Wenn es sich für ihn lohnt, dann geht er gerne arbeiten.

Der Hund bekommt sein Futter für richtiges Verhalten oder auch mal ein Leckerchen, genau wie der Mensch sein Lohn/Gehalt bekommt.

Bei Problemen sollte auch hier ein erfahrener Hundetrainer hinzu gerufen werden. Da sich schnell Fehler einschleichen, die das „FALSCHE“ Verhalten des Hundes nur bestärken können.

Behandeln Sie den Hund so, wie Sie behandelt werden möchten.

autor_martina_zapatka

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