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Hunde und Baby – was ist zu beachten?

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„Es sollte immer erst ein Baby im Haus sein, bevor man sich einen Hund anschafft.“ Diesen Satz können sie gleich vergessen!

Was ist zu beachten?

  • Machen sie nicht den Fehler und sagen sich: Jetzt spiele ich die nächsten 9 Monate richtig viel mit dem Hund, denn wenn das Baby da ist, habe ich keine Zeit mehr
  • Ein Hund versteht nicht, dass sie Zeit „gutmachen“ wollen. Er wird später nur eifersüchtig und aufgedreht und will seine Spielzeiten einfordern. Das wird sowohl sie, als auch den Hund und letztendlich das Baby nur nervös machen
  • Der Hund sollte nicht von allem ausgeschlossen werden – lassen Sie ihn dabei sein
  • Es ist auch nichts schlimmes, wenn der Hund dem Baby mal durchs Gesicht schleckt
  • Legen Sie sich auch mal zusammen auf den Boden, oder auch aufs Bett (wenn der Hund das darf). So praktizieren sie das sogenannte Rudelliegen. Es stärkt die Bindung zwischen Mensch (Baby) und Hund

Was kann / sollte ich meinem Hund beibringen:

  • Wenn das Baby auf dem Boden/Krabbeldecke liegt, hat er auf seiner Decke zu liegen. Natürlich nicht zur Strafe – er bekommt dafür von Ihnen eine Belohnung
  • Ihr Hund sollte lernen, dass er sich ruhig zu verhalten hat, wenn er bei ihnen und dem Baby ist. Hierfür sollten sie ihn auch ruhig mal Loben
  • Zeigen sie ihrem Hund Alternativen, wenn er das Spielzeug vom Baby nehmen will -> zeigen sie ihm sein Spielzeug
  • Wenn das Baby gewickelt wird und der Hund auch vorher schon in diesen Raum durfte, darf er auch jetzt mit rein. Allerdings hat er sich hinzusetzten oder zulegen, und nicht im Weg rum zu zappeln
  • Wichtig: Immer wenn der Hund sich ruhig und gelassen in Anwesenheit und Umgang mit dem Baby verhält, sollte er gelobt werden
  • Das Baby liegt im Bett, ist unruhig und weint. Ihr Hund rennt hin und her. Gehen Sie mit ihm zusammen zum Baby und zeigen sie ihm, dass sie schon aufpassen und alles ok ist
  • Wenn Besuch kommt oder sich jemand dem Kinderwagen nähert, dann geben sie ihrem Hund zu verstehen, dass es ok ist und das er nicht auf das Baby aufpassen muss, sondern sie das machen. Loben sie ihn, wenn er ruhig bleibt
  • Wenn er trotzdem sehr unruhig wird, gehen sie mit ihm zusammen zu der fremden Person und dem Baby. Er wird dem Baby wahrscheinlich über den Kopf oder an den Füssen lecken und im gleichen Zug können sie sagen z.B. „Siehst du – alles ok“ (es geht um beruhigende Worte die im Zusammenhang mit dem Baby immer gleich sein sollten. So versteht der Hund sehr schnell, dass alles OK ist. Anschließend führen sie ihn zu seiner Decke und belohnen ihn
  • Einige Hunde neigen dazu, die Mutterrolle übernehmen zu wollen (das ist meistens bei Hütehunden der Fall). Daher ist wichtig, dass sie ihm, wie gerade beschrieben, die „Sorgen“ abnehmen
  • Sie sollten Baby und Hund niemals alleine im Raum lassen
  • Verbringen sie auch mal nur Zeit mir Ihrem Hund, z.B. wenn das Baby schläft. Spielen sie mit ihm, machen sie das, was dem Hund Spaß macht
  • Natürlich ist es auch sehr wichtig, dem Baby einige Regeln bei zubringen und das kann man auch schon sehr früh:
  • Ihr Baby fängt an zu krabbeln und will auf die Hundedecke. Das sollten sie dem Baby nicht erlauben. Es ist wichtig, dass auch der Hund seine Bereiche hat, wo das Baby nicht hin darf. Das gleiche gilt auch für das Spielzeug des Hundes. Auch hier kann man dem Baby eine Alternative geben

Wichtigste Regeln:

    1. Der Hund braucht, genau wie das Baby, seine Ruhephasen und die sollten auch beide bekommen
    2. Genauso brauchen beide auch mal Mama/Frauchen bzw. Papa/Herrchen für sich alleine
    3. Auch ein Baby kann lernen, sich richtig zu verhalten
    4. Hund und Baby/Kind sollten niemals zusammen mit dem Hund allein gelassen werden. Kinder/Babys sind unbedarft und handeln unüberlegt. Der Hund handelt nach seinen Trieben und das kann schnell zu kleinen Zusammenstößen zwischen Kind und Hund führen

 

autor_martina_zapatka

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