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Hunde Impfen – Routinesache oder nicht?

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Es ist so eine Sache mit der jährlichen Impfung. Wir Menschen fangen allmählich an, über eventuell anstehenden Impfungen für uns selber und unsere Kinder, nach zu denken und behutsam damit um zu gehen. Bei unseren Haustieren jedoch sind wir einzig und alleine bemüht, den Impfpass aktuell zu halten und den jährlichen Impftermin brav wahr zu nehmen.

Richtig: wir kommen um bestimmte Impfungen nicht herum. Wir brauchen die Tollwut  Impfung für den Fall, dass unser Hund einen anderen Hund beisst, oder wenn wir in einem Gebiet leben, wo Füchse, Marder und sonstige Wildtiere leben und frei herum laufen. Oder wenn wir den Hund ins Ausland mitnehmen wollen.

Die anderen Impfungen werden gebraucht, um unsere Tiere gegen noch vorkommende Krankheiten zu schützen, auch hier wieder ist eine nachweisbare  lückenlose Impfhistorie von größter Wichtigkeit.

Immer wieder sehe ich Hunde im Training, die am Tag nach der Impfung 1) ins Training genommen werden und 2) entweder völlig erregt sind oder abwesend und unbeteiligt sind, beide Zustände machen kaum empfänglich für Training und Erziehung.

Was ich mit diesem Beitrag bewirken möchte, ist nicht, dass kein Tier mehr geimpft wird, sondern, dass wir Tierhalter bewusster und aufgeklärter mit den regelmäßigen Impfungen umgehen.

Wichtige Regeln beim Impfen von Hunden

  1. Nur ein gesunder Hund darf geimpft werden, steht es in den Beipackzetteln der Impfstoffe. Bestehen Sie auf eine eingehende Untersuchung vor jeder Impfung. Sie zahlen diese so oder so, wenn Sie Ihren Hund in der tierärztlichen Praxis präsentieren. Abtasten, Augencheck, Ohrencheck, Temperatur, Nachfrage nach der aktuellen Befindlichkeit: hat er in letzter Zeit Durchfall(gehabt), gespuckt, oder sonstige kränkliche Symptome gezeigt?
  2. Fahren Sie nicht direkt vom Training oder Hundespielwiese zum Impftermin oder vice versa. Geben Sie dem Tier vor und nach dem Impftermin ausreichen (min. einen Tag) Zeit sich zu erholen.
  3. Fragen Sie Ihren Tierarzt die Impfungen möglichst getrennt zu verabreichen. Also keine Mehrfachimpfung: der Körper muss sich dann mit 4-5 Krankheitserregern auseinander setzen und ist damit schnell überfordert. Es gibt leider nicht alle Impfstoffe einzeln: Staupe gibt es nur in Verbindung mit Parvovirose und/oder Hepatitis, Leptospirose gibt es einzeln,  Tollwut gibt es einzeln. Lassen Sie immer einige Woche Zeit zwischen den einzelnen Impfungen,
  4. Fragen Sie ihren Tierarzt, wenn er auch Homöopathie anbietet, ob er Ihnen ein Mittel empfiehlt für die Ausleitung eventueller Impfschäden. Wenn dies nicht möglich ist, so wenden Sie sich an eine(n) Tierhomöopathen/in Ihres Vertrauens.
  5. Achten Sie darauf, dass Sie Ihrem Hund ein gutes Futter bieten, das ihn gesund hält und sein Immunsystem optimal stärkt. Dann kommt sein Organismus auch mit den Impfstoffen besser klar.
  6. Bei Reisen innerhalb der EU ist die Tollwutimpfung Pflicht. Fragen Sie nach einem Impfstoff, der einen 3-jährlichen Impfrhythmus erlaubt. Erkundigen Sie sich dennoch genau nach den aktuellen länderspezifischen Impfbestimmungen (vor allem GB, Irland, Schweden und Malta).
  7. Lassen Sie genau dann impfen, wenn der Impfschutz des einzelnen Stoffes verfallen ist. Alljährliche routinemäßige Impftermine sind somit nicht mehr notwendig.
  8. Kombinieren Sie die Impfung nicht mit anti-parasitären Maßnahmen wie Spot On Präparaten, Anti-Zecken Halsband oder Entwurmung. Wie man mit diesen Themen umgehen kann, ist ein anderes Thema.

Nur wir – die Hüter unserer Tiere –  können etwas ändern

Es kann sein, liebe Hundefreunde, dass Ihr Tierarzt Sie mit gerunzelter Stirn anschaut und nicht ganz so gern auf Ihre Nachfrage nach getrennten Impfungen eingeht, weil er eventuell einen Impfstoff separat bestellen muss. Das ist verständlich, weil es anders ist, als das was er gewohnt ist.

Es würde jedoch unseren Tieren zu gute kommen, wenn sich Impfphilosophie insgesamt ändert: Ansonsten ist es eine Philosophie für die Krankheit und nicht für die Gesundheit.

Impfschäden sind leider nicht genau nach zu vollziehen, sie können noch Monate nach dem Impftermin auftreten und werden dann nicht mehr damit in Verbindung gebracht. Es ist auch nicht bewiesen, aber wer sich für das Thema interessiert und Englisch lesen kann, wird anhand vieler Fallgeschichten in den unten aufgeführten, gut recherchierten Büchern mehr erfahren.

Mögliche Folgen einer belastenden Impfung sind (1)(2):

  • Andauerndes Kränkeln (Blasenentzündungen, Nierenprobleme, Erkältungen, Durchfälle, Appetitverlust, Fieberschübe …)
  • Neurologische Probleme (unkoordinierte Bewegungsabläufe)
  • Anfälle
  • Verhaltensprobleme (unerklärbare Ängstlichkeit, Reaktivität, kognitive Störungen…)
  • Berührungsempfindlichkeit
  • Schwankungen im Läufigkeitsrhythmus
  • Autoimmunkrankheiten
  • Allergien
  • Hautprobleme
  • Herzprobleme,
  • Arthritis
  • Krebs

Eine Impfung kann für Ihr Tier belastend sein wenn (1):

  • Wenn es im Moment ganz viel Stress hat oder in seinem (menschlichen) Umfeld viel Stress herrscht
  • Es nicht 100% gesund ist
  • Es genetische Defekte hat
  • Mehrfachimpfungen führen öfters zu Schäden als einzelne Impfungen
  • Es gerade an einem Virus erkrankt ist
  • Es ein schwaches Immunsystem hat
  • Es immunosuppressive Medikamente nimmt
  • Es noch mütterliche Antistoffe im Körper hat, die mit dem neu zugeführten Impfstoff interferieren könnte

Einen interessanten Link zu diesem Thema finden Sie hier:

http://www.gesundehunde.com/impf/pitcairn.htm

autor_katrien_lismont

(1) Catherine O’ Driscoll „What Vets Don’t Tell you about Vaccines“ ISBN 978-1-929242-49-8

(2) Catherine J.M. Diodati „Vaccine Guide für Dogs & Cats“ ISBN 1-881217-34-5

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Meinungen unserer Leser zum Artikel: Hunde Impfen – Routinesache oder nicht?

  • Meiner Meinung nach gibt es impfungen (Tollwut, Staupe und so) die sind sinnvoll, wirksam und notwendig. Andere (z.B. Borreliose) sind von der Wirkung her eher beschränkt und bringen nur dem TA Geld.

    gabi65 2. Juni 2013 7:51

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