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Hunde am Arbeitsplatz

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Hunde verbessern unsere Lebensqualität und wirken sich positiv auf unsere Gesundheit aus.

Auch im Berufsleben kann ein Hund eine Bereicherung sein: Ein Hund am Arbeitsplatz reduziert Stress und hebt die allgemeine Zufriedenheit.

Die Zeiten, in denen der Hund im Kreis einer Großfamilie betreut wurde, sind vorbei. Gerade in den heutigen Kleinfamilien und Singlehaushalten ist Hundehaltung ein Thema und auch dort muss jemand die Brötchen (und das Hundefutter) verdienen. Da Hunde keinen kompletten Arbeitstag allein bleiben sollten, bleibt für viele Berufstätige der Hundwunsch leider unerfüllt. Beruf und Hundehaltung müssen einander nicht ausschließen.

Es gibt jedoch einiges zu beachten:

Im Vorfeld muss das Anliegen selbstverständlich mit dem Arbeitgeber abgesprochen werden. Wenn dieser die Mitnahme des Hundes genehmigt, sollte ein Gespräch mit den Kollegen geführt werden. Dabei unbedingt auch nach Problematiken wie z.B. Tierhaarallergie oder Hundephobie nachfragen. Bei Bedenken können der Vorgesetzte und die Kollegen vielleicht mit einer unverbindlichen Testwoche überzeugt werden.

Der Hund muss natürlich einige Voraussetzungen für das Vorhaben mitbringen. Es sollte umweltsicher, auf Menschen gut sozialisiert und stubenrein sein. Rassebedingt kann es auch zu Schwierigkeiten kommen. Ob ein Kangal in einem Großraumbüro mit Kundenverkehr gut aufgehoben ist, wage ich zu bezweifeln.

Nun haben wir aber einen hundefreundlichen Chef und tierliebe Kollegen und einen bürokompatiblen Hund. Wie geht es jetzt weiter?

Am ersten Arbeitstag des Hundes ist es ratsam ihn dem Vorgesetzten und den Kollegen vorzustellen. Bei dieser Gelegenheit können auch die Verhaltensregeln im Umgang mit dem Hund abgesprochen werden.

Der Hund sollte langsam an seinen „Arbeitsalltag“ gewöhnt werden. Wichtig ist, dass er einen festen Platz hat, der ihm auch als ruhiger Rückzugsort dient. Dieser Platz sollte nicht direkt an der Tür oder zentral im Raum sein, sondern in einer ruhigen Ecke. Hier bewährt sich eine Hundebox ganz gut, die auch mal für kurze Zeit geschlossen werden kann.

Der Hund soll lernen, an seinem Platz ruhig und entspannt zu liegen. Ruhig und entspannt heißt vor allem, dass nicht jeder Bürobesucher lautstark angekündigt wird und Kollegen nicht zum Arbeitsplatz des Hundehalters „dürfen“. Vom allmorgendlichen Verbellen des Chefs ganz zu schweigen. In den ersten Tagen gibt es daher im neuen Umfeld viel zu trainieren, wie zum Beispiel:

  • auf dem Platz bleiben
  • auf den Platz schicken (auch aus der Ferne)
  • Kommen auf Ruf
  • Unterbrechung einer unerwünschten Handlung (z.B. Bellen)

Nach einigen Stunden am Arbeitsplatz muss unser Kollege Hund sich auch mal die Beine vertreten. Und ein gemeinsamer Spaziergang (vielleicht mit anderen Kollegen) tut nicht nur dem Vierbeiner gut.

Damit es dem Hund nicht zu langweilig am Arbeitsplatz wird, können ohne viel Zeitaufwand verschiedene Beschäftigungsmöglichkeiten eingebaut werden:

  • Leckerchen in ein Geschirrtuch einwickeln und ggf. verknoten
  • Leckerchenbälle
  • Kauknochen
  • Befüllbare Kong’s
  • Papierkorb nicht mehr selbst füllen, sondern zusammengeknülltes Papier auf den Boden werden und vom Hund in den Papierkorb bringen lassen

Und wenn mal ein paar Minuten Luft ist:

  • kurze Gehorsamsübungen
  • Arbeit mit dem Futterbeutel
  • Zielobjektsuche

Und jetzt kann gut überlegt das Projekt „Kollege Hund“ im Angriff genommen werden.

platzhalter

autor_romy_Schmidt

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