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Hundewetter – Bertiegeschichte

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Hallo Ihr Lieben,

man war das ein Wetter. Unglaublich oder? Da jagt man doch keinen Hund vor die Tür! Das sagt Meiner jedenfalls immer, wenn ich winselnd, die Hinterbeine fest zusammen geklemmt, vor der Türe stehe. Mein Blick versucht dann, ihm mitzuteilen, dass Hund sehr wohl und dringend vor diese Türe will und meistens nimmt er die Aussage dann zurück und endlich die Leine vom Haken. Puh! Geschafft!

bertieAber mal im Ernst. Ist euch schon mal aufgefallen, wie wenig Hunde es in eurer Stadt gibt, wenn der Himmel seine Schleusen öffnet? Da reichen ja sogar die Hundeauslaufflächen für alle! Ich habe mir schon überlegt, ob die Leute, die diese Flächen planen und anlegen so eine bestimmte Krankheit haben. So, wie die Vampire. Die dürfen ja auch niemals die Sonne sehen, sonst zerfallen sie ganz schnell zu Staub. Oder wie die Frau Exbundeskanzler, die hatte doch auch so eine Allergie gegen die Sonne. Ja, das könnte sein. Wahrscheinlich sind das aber Rotmützen1, die eben diese Krankheit haben und deshalb nicht vor die Tür gehen, wenn die Sonne scheint. Oder diese Leute dürfen auf gar keinen Fall auf die Rotmützen treffen. Und da die ja immer nur bei gutem Wetter auf die Pirsch nach Haufenliegenlassern gehen, ist die Chance nicht aufeinander zu treffen recht groß, wenn die Planer nur bei Regen oder des Nachts durch die Stadt laufen. Ja, so wird das sein.

Aber eigentlich wollte ich doch über schlechtes Wetter reden und über Hunde, die man bei eben diesem nicht vor die Tür jagt. Es mag ja Hunde geben, die Angst vor Regen haben. Die Cora zum Beispiel hat tierischen Schiss vor Regen, weil sie meint, dass Regen auch automatisch Gewitter bedeutet. Aber glaubt mir: Das ist bei Hunden äußerst selten. Den meisten von uns ist das Wetter im wahrsten Sinne des Wortes scheißegal, außer natürlich, wenn es brüllend heiß ist, aber das ist ein anderes Thema! Schließlich müssen wir uns ja auch nicht selbst die Füße abputzen oder gar die Regentapsen vom Laminat entfernen.

Gut, das Lesen der neuesten Baumnachrichten dauert ein wenig länger, als bei trockenem Wetter. Wirklich störend wirkt sich dabei aber nur die Ungeduld von Meinem aus. Der Trottel müsste doch langsam wissen, dass es bei Regen immer etwas länger dauert. Aber wer in der Tageszeitung immer nur die Bilder guckt, hat natürlich keine Ahnung, was es heißt sieben Spalten von einem nassen Laternenpfahl abzulesen. Da muss Hund auch schon mal genauer hin riechen!

Und dann diese immer währenden, äußerst plumpen Versuche, Abkürzungen zu nutzen, um die verschnüffelte Zeit wieder rein zu holen! Da ist Meiner schon Weltmeister drin. Heißt es sonst immer: „Nein, Bertie über den Schulhof dürfen wir nicht gehen, hast Du denn das Schild nicht gesehen?“ So ist diese Abkürzung bei Regen schon Pflicht. Und wenn ich dann das Schild anbelle, um ihn darauf hin zu weisen, antwortet er immer wieder das Gleiche: „Bist du wohl still, Bertie! Da können wir ja gleich beim Hausmeister schellen, so einen Radau, wie du machst!“ Ja, könnten wir! Und würde ich auch gerne. Steht auf dem Schild etwa geschrieben „…bei Regen, Eis und Schnee Durchgang und Haufen liegen lassen erlaubt“? Dass Ihr Menschen eure Regeln immer so schwammig auslegen, das werde ich nie verstehen! Aber das ist eine andere Geschichte.

Euer Bertie

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© Hundeschule WIR2 |  Autor: Ralf Lindner | Vervielfältigung nur zum privaten Gebrauch | Veröffentlichung in jeglicher Form nur nach schriftlicher Genehmigung | Mehr zu „Bertie“ findet Ihr auf www.bertie-der-terrier.de und www.hundeschule-wir2.de

 1 Die Bediensteten der Ordnungsbehörden tragen im Ruhrpott rote Barret-Mützen und sehen sowas von bescheuert damit aus, dass sie nun wirklich keiner ernst nehmen kann …

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