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Das Halsband – Bertiegeschichte

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Eine Frage der Einstellung

Hallo Ihr lieben Lesemenschen,

heute will ich mal ganz allein mit euch sprechen. Meine Kollegen haben jetzt mal Pause. Sie müssen ja nicht alles mitkriegen.

Wenn ihr wollt, dass euer Hund auf euch hört, dann schaut, dass Ihr eine gute Hundeschule findet und übt fleißig mit ihm. Das Geld, das Ihr dabei mehr ausgebt, spart Ihr dann bei den nicht benötigten Erziehungshilfen. So einfach ist das. Vielleicht gebe ich euch irgendwann auch noch ein paar Tipps zu einer guten Hundeerziehung. Aber heute, ich hatte es ja schon versprochen, ist erst einmal das gute, alte Halsband dran.

bertieNun, wie sollte so ein Halsband aussehen? Eines vorweg: Die Farbe könnt Ihr euch aussuchen. Auch das Material ist nicht ganz so wichtig. Es gibt Halsbänder aus Leder, Baumwolle, Kunststoff, gemischte und was weiß denn ich noch. Bei Halsbändern aus Metallketten wäre ich ein wenig skeptisch und letztens habe ich eines aus Würstchen gesehen, das war aber nur ein Witz, glaube ich.

Ansonsten hat jedes Material so seine Vor- und Nachteile. Meiner findet Nylonbänder am besten, weil man die waschen kann. Das könnte daran liegen, dass ich mich gerne mal an der Ruhr in totem Fisch wälze, aber das ist eine andere Geschichte. Nylonbänder können also auch mal richtig nass werden, ohne Schaden zu nehmen, da haben sie den Lederbändern etwas voraus.

Wichtig ist erst einmal, dass das Halsband stabil ist. Damit meine ich vor allem den Verschluss. Da gib es im Wesentlichen zwei Ausführungen. Der Verschluss der Lederbänder funktioniert wie ein Gürtel, dabei kann man eigentlich nicht viel falsch machen, außer dass man darauf achten sollte, dass die Metallteile nicht rosten. Fast alle anderen Ausführungen verfügen über einen Klickverschluss. Und da solltet Ihr unbedingt darauf achten, dass dieser entlastet ist. Also, dass er so gearbeitet ist, dass, wenn Hundchen mal ausnahmsweise an der Leine zieht, sich die Last auf das Halsband verteilt und nicht alleine der Verschluss belastet wird. Dies ist dann gegeben, wenn der Steckerteil des Verschlusses erst durch den Ring an dem Ihr die Leine befestigt, geführt wird, bevor er dann in der Aufnahme einrastet. Das ist beim Anlegen etwas fummelig, aber dafür hält der Verschluss auch viel länger. Apropos halten! Alles was da zwischen Hund und Mensch hängt, darf keinerlei Schäden aufweisen! Vor allen Dingen auch der Verschluss nicht. Sonst geht es euch so wie Meinem, als wir das Würgeding getestet haben und das will doch keiner, oder?

Jetzt zu der Frage, wie eng darf und wie weit sollte ein Halsband sein. Natürlich sollte euer Hund noch frei atmen können, das versteht sich glaube ich von selbst. Aber zu weit darf es auch nicht sein, damit er nicht rückwärts entweichen kann. Da gibt es einen ganz einfachen Trick: Meiner schiebt von Zeit zu Zeit immer mal wieder Zeige- und Mittelfinger zwischen das Halsband und meinen Hals. Wenn das mit leichtem Druck geht, ist er zufrieden. Geht das zu leicht, bzw. könnte er seinen Ringfinger auch noch mit hineinbekommen, stellt er das Halsband enger. Schafft er es nicht ohne Kraftaufwand, stellt er es etwas weiter. Einfach oder?

Der Vorteil eines Halsbandes ist, dass Ihr, auch euren unerzogenen Hund, gut lenken könnt, weil es – im Gegensatz zum Geschirr – vorn am Hund befestigt ist. Ein Auto hat die gelenkten Räder ja auch nicht ganz umsonst vorne. Falls euer Hund allerdings zu der Sorte gehört, die gerne mal schneller wo hin will als Ihr, hat das Halsband einen gewaltigen Nachteil. Es drückt auf den Kehlkopf und schnürt die Luft ab. Das stresst uns Hunde sehr und führt dazu, dass – so blöd das auch klingt – wir noch fester ziehen. Außerdem kann ein Halsband, bei heftigem Reißen oder ständigem Ziehen, auch die Halswirbelsäule verletzen. Und das wird dann, abgesehen von den Schmerzen, die euer Hund erleiden muss, irgendwann richtig teuer. Auf jeden Fall teurer als eine gute Hundeschule.

Was ein Geschirr besser kann, oder auch nicht und was dabei zu beachten ist, erzähle ich euch das nächste Mal.

Euer Bertie

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© Hundeschule WIR2 |  Autor: Ralf Lindner | Vervielfältigung nur zum privaten Gebrauch | Veröffentlichung in jeglicher Form nur nach schriftlicher Genehmigung | Mehr zu „Bertie“ findet Ihr auf www.bertie-der-terrier.de und www.hundeschule-wir2.de

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